Ein Zuhause für viele Tiere

Tierheim Heilbronn sorgt für Hunderte Hunde, Katzen und Kleintiere
Schon auf dem Parkplatz bekommt man eine Ahnung von der Größe des Gebäudes. Von außen sieht es zwar etwas abstoßend aus, doch innen wird man von hellem und freundlichem Licht überrascht. Es riecht nach Tieren und man hört ab und zu das Bellen eines Hundes.
Das Tierheim Heilbronn in der Franz-Reichle-Straße bietet Platz für viele Tiere, wie zum Beispiel Hunde, Katzen, Reptilien, aber auch Hamster, Kaninchen, Meerschweinchen, Ratten und Vögel. Die Vögel „wohnen“ in großen Freigehegen, während die Katzen in Zimmern untergebracht sind. In jedem Zimmer gibt es eine Katzenklappe für den Außenbereich. Doch das war nicht immer so. Erst 2012 ist das Tierheim Heilbronn auf diese riesige Fläche umgezogen und das war auch nötig, um den Tieren genug Platz zu bieten.
Im Tierheim gibt es derzeit 55 Hunde, 150 Katzen und 60 Kleintiere (Stand: 12.04.18). Aktuell leben hier nur wenige Katzen, in Hochzeiten sind es bis zu 230. In einem Jahr kommen rund 1000 Katzen, 450 Hunde und 450 Kleintiere ins Tierheim.
Wenn es so viele Tiere gibt, braucht man natürlich auch genügend Personal. Im Tierheim Heilbronn sind zurzeit 25 Mitarbeiter tätig. Die meisten arbeiten vormittags von 8 bis 12 Uhr. Es gibt aber auch Mitarbeiter, die den ganzen Tag, also zusätzlich von 14 bis 18 Uhr, anwesend sind. Wenn man im Tierheim Heilbronn arbeiten will, sollte man am besten eine Tierpflegeausbildung haben. Man kann aber auch ohne Ausbildung dort tätig sein oder ehrenamtlich helfen. Dafür muss man mindestens 16 Jahre alt sein.
Wenn man Mitglied im Tierheim werden möchte, wird jährlich ein Betrag von 30 Euro vom Konto abgebucht. Das ist der Mindestsatz. Als Tierpate unterstützt man ein krankes oder behindertes Tier, indem man monatlich Geld (mindestens 5 Euro) für ein bestimmtes Tier spendet. Wenn man aber keine Tierpatenschaft abschließen, sondern ein Tier aufnehmen will, muss man eine Schutzgebühr an das Tierheim zahlen. Nach sechs bis acht Wochen kommt meist eine unangekündigte Kontrolle des Tierheims. Wenn man das Tier gut behandelt, darf man es behalten. Wenn nicht, dann nimmt das Tierheim es zurück.
Das Tierheim ist unabhängig und wird von Spenden, Erbschaften und einem Zuschuss von der Stadt zum Aufnehmen von Fundtieren finanziert. So kann das Tierheim die Kosten für Futter, Tierarztkosten und notwendige Investitionen bewältigen.

Cécile Egner, Valerie Volkert, Kim Linzer und Lina Reichert, Klasse 7a, Jagsttal-Gymnasium Möckmühl