Tupac, Barbie und der Dorsch unter der Matratze

Es war einmal ein Scheich namens Tupac. Er kaufte eine seltene Barbie-Puppe für seine Tochter Rihanna und schrieb auf den Rücken der Barbie ein Autogramm. Um Urlaub zu machen, flogen sie mit einem Jet von Dubai nach Sylt. Rihanna nahm auf dem Landeanflug ihre Puppe mit auf die Toilette, wo diese dummerweise ins WC rutschte und aus 5000 Metern Höhe in die Nordsee plumpste. Rihanna war sehr traurig, ging zu ihrem Vater und sagte: „Die Puppe ist mir reingefallen, Papa!“
Der Vater fragte gelangweilt: „Wohin, Kleines?“
„Ins Klo, Daddy!“
Tupac antwortete gelassen: „Kein Problem, Schatzi, wir werden sie suchen …“
Die Barbie war nicht lange im Wasser, da kam ein Dorsch aus einer Plastikmüllkippe geschwommen, fraß die Puppe und tauchte unter eine alte Schaumstoffmatratze. Tags darauf angelte ein Fischer, erwischte den Dorsch samt Matratze und zog beide heraus. Der Bauch des Fisches hatte es ihm angetan. Er drückte darauf und staunte nicht schlecht über das, was herauskam: eine Barbie-Puppe mit einem Autogramm von Tupac! Er stellte sie bei Ebay ein. Schon meldete sich jemand und bot fünf Millionen. Der Fischer verkaufte die Barbie-Puppe und war steinreich. Nachdem Tupac in Radio Sylt davon gehört hatte, ging er zu dem frischgebackenen Millionär und sagte: „Ich will meine Puppe wiederhaben! Ich gebe Ihnen zehn Millionen!“
Der Fischer gab ihm die Puppe und Tupac war froh, Rihannas Barbie wiederzuhaben. Die Tochter war glücklich, als sie ihre Puppe wieder in den Armen hielt. Jetzt konnten sie auf Sylt endlich Urlaub machen! Sie gingen shoppen, kauften Kleidung und teuren Schmuck. Daddy kaufte sich einen Lykan Hypersport für 20,5 Millionen und nach zwei Wochen waren sie wieder in ihrem Wolkenkratzer in Dubai. Tupac hatte viel Spaß mit seinem Auto, den gibt es ja nur sieben Mal auf der Welt. Den Plastikmüll aber, den gibt es unendlich. Und: Er kostet die Menschheit viel, viel mehr als Tupacs Auto.

Philippe Schmuck, Klasse BvB, USS GmbH Öhringen

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