Klimawandel und Unwetterphänomene

Bericht

Jeden Tag ist das Wetter anders. Es kann regnen, stürmen oder die Sonne scheint. Das Klima hingegen ist ein langfristiger Zustand. Als Klima werden die Wetterbedingungen bezeichnet, die in einem bestimmten Gebiet beobachtet werden, in einem Mindestzeitraum von 30 Jahren. Es wird auch durch sogenannte Klimafaktoren bestimmt, beispielsweise die Breitenlage, Höhenlage oder die Lage zum Meer.
Einen Klimawandel gab es schon immer, das Klima auf dem Planeten veränderte sich im Laufe der Zeit immer wieder und wechselte zwischen Warm- und Kaltzeiten. Auf der Erde ist es aber durch den sogenannten anthropogenen Treibhauseffekt immer wärmer geworden. So nennt man den Klimawandel, der hauptsächlich vom Menschen verursacht wurde. Menschen pusten jede Menge Kohlenstoffdioxide (CO2) in die Luft, die beispielsweise beim Autofahren oder dem Heizen entstehen. Die globale Durchschnittstemperatur ist seit dem Beginn der Messungen von 1880 bis zum Jahr 2012 um 0,85 Grad Celsius angestiegen, informiert das Intergovernmental Panel on Climate Change der Vereinten Nationen. Das Verbrennen der fossilen Energieträger Kohle, Erdöl und Erdgas setzt Treibhausgase frei. Die Industrieländer China, die USA, Indien und Russland verursachen die meisten davon und sind damit die Hauptverursacher des Klimawandels.
Energiewirtschaft
Das Erzeugen von Energie trägt am meisten zur Erderwärmung bei. Durch das Erzeugen von Wärme und Strom entstehen laut Bundesumweltministerium 80 Prozent der Treibhausemissionen.
Regenwaldabholzung
Auch das Abholzen der tropischen Regenwälder ist ein Grund für den Temperaturanstieg. Der Nabu berichtet, dass im Jahr etwa 130.000 Hektar Regenwald abgeholzt werden, eine Fläche so groß wie Griechenland. Der tropische Regenwald wird für Sojaplantagen, Viehweiden oder Tropenholz gerodet. Dadurch entsteht Kohlenstoffdioxid, außerdem speichern Regenwälder CO2 und fehlen damit Flächen als Speicher.
Mobilität und Landwirtschaft
Auch die vielen Autos pusten CO2 in die Luft, rund ein Fünftel trägt die Mobilität zum Klimawandel bei. Genauso schädlich ist das Fliegen mit Flugzeugen. Hierbei entsteht durch das Kerosin jede Menge Kohlenstoffdioxid oder Kohlenmonoxid. Die Auswirkung in der Luft ist sogar dreimal so hoch wie am Boden. Durch die Landwirtschaft oder den Anbau von Reis auf nassen, überfluteten Feldern entsteht außerdem jede Menge Methan.
Folgen des Klimawandels
Zunehmende Wetterextreme wie Wirbelstürme, Hitzewellen oder starke Regenfälle sind die Folge. Tropische Wirbelstürme treten in den tropischen Regionen auf und entstehen durch die warmen Wassertemperaturen der Meere. Sie werden Hurrikan, Taifun und Zyklon genannt. 2005 starben 1.800 Menschen durch einen solchen besonders schlimmen Wirbelsturm. Er fegte über Florida, New Orleans, Mississippi, Alabama und Georgia hinweg. Bäume und Pflanzen blühen immer früher, Gletscher schmelzen. 965 Meter des Aletschgletschers, des größten Gletschers der Alpen, sind beispielsweise nach Angaben von Wikipedia bereits seit 1980 geschmolzen.
Gerade in unserer Region gab es in diesem Jahr folgenreiche Überschwemmungen durch lokal sehr starke Regenfälle, die in kürzester Zeit aus Bächen reißende Flüsse machten, ganze Dörfer, wie zum Beispiel Braunsbach in der Nähe von Schwäbisch Hall, überschwemmten und Millionenschäden verursachten.
Folgen für die Tierwelt
Auch auf die Tierwelt hat die globale Erderwärmung große Auswirkungen. Das Packeis der Antarktis schmilzt immer mehr, laut Greenpeace machen die Eismassen der Antarktis 85,7 Prozent des gesamten Süßwassers des Planeten aus. Das Fachmagazin „Science“ fand heraus, dass von 2010 bis 2014 jedes Jahr etwa 72 Kubikkilometer der südlichen antarktischen Halbinsel geschmolzen sind. Seit 2010 nimmt sie jährlich durchschnittlich 42 Zentimeter an Masse ab, zeigt der Forschungssatellit CryoSat-2. Eisbären jagen auf dem Eis ihre Beute wie Robben oder Belugas. Sie können dann nicht mehr dahin zurückkehren, wenn das Eis schmilzt, und verlieren ihre Nahrungsgrundlage.
Die Prognosen des Klimawandels
Der Klimawandel ist für die Menschheit eine große Herausforderung. Die Prognose der Forscher lautet, dass bis zum Jahr 2100 mit einem Meeresspiegelanstieg von einem halben bis zwei Metern gerechnet werden könnte. Der Anstieg der Durchschnittstemperatur im Laufe der Zeit hängt von der Menge der Treibhausemissionen ab. Die Gletscher gelten schon als verloren, bis 2050 könnten deutlich über die Hälfte der Alpen geschmolzen sein. Laut dem Intergovernmental Panel on Climate Change wird mit einem Anstieg der Durchschnittstemperatur von 1,1 bis 6,4 Grad Celsius gerechnet.
Der Klimawandel ist also abhängig vom Ausstoß der Treibhausemissionen. Jeder Mensch ist von der Erderwärmung betroffen und jeder kann etwas dagegen tun. Maßnahmen sind beispielsweise, gerade für Kurzstrecken auch mal das Fahrrad statt des Autos zu benutzen oder regionale Produkte zu kaufen, die kürzere Transportwege haben. Die Heizung nicht voll aufzudrehen, den Fleischkonsum einzuschränken oder zu einem Ökostromanbieter zu wechseln, das trägt ebenfalls zum Klimaschutz bei.

Carmen Kohfink, KLasse BvB, USS GmbH Heilbronn