Waldbrand außer Kontrolle

Bericht

Seit Anfang Mai brennen die Wälder des kanadischen Alberta lichterloh. Dort wütet „Das Biest“, ein riesiger Waldbrand, der sich innerhalb eines Tages verzehnfacht hat. Nach Angaben der Feuerwehr ist der Brand selbst mit Löschflugzeugen und mehr als 1000 Feuerwehrmännern unkontrollierbar. Das Flammenmeer hat sich auf eine Fläche von über 200.000 Hektar ausgebreitet und brennt immer noch.
Letztes Jahr erlebte Alberta die schlimmste Dürre in 50 Jahren, diese hat zur Größe des Feuers beigetragen. Forschern zufolge ist auch der Klimawandel ein Grund für den Ausbruch und das Ausmaß der Katastrophe. Aber nicht nur in Kanada sind die Auswirkungen der Klimaerwärmung dieses Jahr deutlich geworden, denn überall auf der Welt, in Australien, Brasilien, China und den USA etc., werden die Feuerkatastrophen immer extremer. Anfang Mai stiegen die Temperaturen in Alberta auf 35 Grad an – und das im normalerweise kühlen Norden Kanadas.
Tausende Gebäude liegen nun in Schutt und Asche und das Feuer macht die Menschen zu Flüchtlingen im eigenen Land. Die Menschen beten, dass das eigene Haus noch steht und dass Mutter Natur es so schnell wie möglich regnen lässt. Freiwillige durchsuchen die Häuser nach zurückgelassenen Haustieren, nachdem mehr als 90.000 Menschen flüchten mussten. Manche haben alles im Feuer verloren, wurden in Notunterkünften untergebracht und sind jetzt auf Spenden angewiesen. Besonders Fort McMurray wurde zum Zentrum des Feuers und auf Satellitenaufnahmen sieht man deutlich die verheerenden Ausmaße. Städte, die um 3 Uhr nachmittags finster wie die Nacht und im Rauch eingeschlossen sind, machen der Bevölkerung Angst. Viele nennen es die Hölle auf Erden, Szenen aus Katastrophenfilmen oder gar den Weltuntergang.
Auch wenn Waldbrände nicht selten in Kanada sind, ist der aktuelle Brand der größte in der Geschichte Albertas. Die Rauchwolken sind sogar im Weltall sichtbar und haben teilweise schon Florida erreicht. Da Alberta das Herz der kanadischen Ölindustrie ist, musste durch den Waldbrand fast ein Viertel von Kanadas Ölproduktion eingestellt werden, wovon die Ölpreise beeinflusst wurden. Der Waldbrand hat, aufgrund seiner Größe, sein eigenes Wettersystem entwickelt, wozu Blitze, eine hohe Wolkenproduktion und gefährliche Wind gehören. Die USA und Russland haben bereits ihre Hilfe angeboten, doch Kanadas Premierminister lehnte freundlich ab und sagte, es gebe genug Hilfe vom eigenen Land und somit keinen Grund internationale Hilfe anzunehmen.

Alana Wildt , Klasse 8c, Ev. Paul-Distelbarth-Gymnasium Obersulm