Zukunft in Sicht

Bericht
Der Alltag eines Zukunftskindes

Wolltet ihr nicht schon immer einmal wissen, wie das Leben in der Zukunft sein wird? Wir haben jemanden aus der Zukunft eingeladen! Sie erzählt uns etwas über ihren Schulalltag …

Morgens werde ich um 7 Uhr von einem Roboter mit Frühstück am Bett geweckt. Danach drücke ich auf einen Knopf neben meinem Bett. Dieser löst aus, dass die passenden Anziehsachen aus dem virtuellen Kleiderschrank für den Tag herausgesucht werden. Ich wasche mich natürlich selber, aber das Essen ist so, dass man sich nicht die Zähne putzen muss.

Ich gehe hinaus und da wartet auch schon meine schwebende Gondel auf mich. Vor jedem Haus schaukeln Gondeln. Man steigt ein, gibt den gewünschten Ort ein, und schon fliegt die Gondel mit atemberaubender Geschwindigkeit los. Ruck, zuck bin ich in der Schule.

Der Unterricht beginnt um 7.45 Uhr. In der Schule läuft jeder Schüler mit einem Tablet in der Hand herum, so muss man keine Bücher und Hefte schleppen. Der Unterricht ist sehr spannend, weil die Lehrer wissen, was wir Kinder interessant finden. Man lernt trotzdem etwas. Außerdem gibt es kein Physik, kein Erdkunde und kein Geschichte, da das alles schon seit unserer Geburt in unseren Köpfen ist.

In der Mittagspause geht man entweder in die Stadt oder in die Mensa. Ich wechsele immer ab, aber in der Mensa ist der Vorteil, dass man auf Knopfdruck das Lieblingsessen bekommt. In der Stadt stören manchmal die Gondeln, die überall herumfliegen.

Nach der Mittagsschule habe ich Eiskunstlaufen, was mir sehr viel Spaß macht. Meine Freunde haben dann zum Beispiel Boxen, Handball, Leichtathletik … Damit achten wir auf unsere Figur, weil wir uns ja sonst nicht gerade viel bewegen. An anderen Tagen haben die meisten Unterricht auf ihrem Instrument. Ich spiele Schlagvier, das ist eine Mischung aus Klavier und Schlagzeug. Auf den Trommeln sind Tasten und es hört sich sehr cool und schön an.

Abends kommen meine Eltern nach Hause. Sie haben einen normalen Job, nur dass Roboter helfen und sie modern ausgestattet sind. Übrigens sind Roboter so etwas wie Diener, unsere Roboter beispielsweise gehen mit unserem Hund spazieren, füttern alle Tiere und machen alles sauber. Das ist der Grund, warum mein Zimmer immer aufgeräumt und sauber ist. Wir essen zu Abend und schauen dann zusammen auf einer riesigen Kinoleinwand einen Film. Dann gehe ich ins Bett und träume davon, wie es wohl in der Zukunft wäre.

Julia Erbers und Amelie Kling, Klasse 8a, Mönchsee-Gymnasium Heilbronn