Die Todesstrafe: grausam oder gerecht?

Projekt: Kontrovers!

Kommentar Erst kürzlich führte der US-Bundesstaat Utah die Hinrichtung durch Erschießen wieder ein. Das berichtete Spiegel Online am 23. März. Kurz darauf kam heraus, dass durch fehlerhafte Haaranalysen des FBI Unschuldige zum Tode verurteilt wurden, so tagesschau.de am 20. April. Glaubt man einer Studie auf statista.com, so wurden zwischen Januar 2014 und April 2015 allein in den USA 46 Menschen hingerichtet. Doch obwohl Menschen zu Unrecht sterben, wird die Todesstrafe nicht in allen Ländern abgeschafft. Ist es wirklich gerecht, Menschen für ihre Taten zu töten? Hat überhaupt irgendjemand das Recht, einen Menschen zum Tode zu verurteilen?

Viele würden bestimmt auch sagen, dass die Todesstrafe in manchen Fällen rein menschlich gesehen gerecht ist. Begeht jemand einen Mord, warum sollte er dann nicht mit seinem Leben dafür bezahlen?

Doch die Todesstrafe hat auch ihre Schattenseiten. Ärzte haben die psychisch schwer zu verarbeitende Aufgabe, die Verurteilten umzubringen. Dabei haben sie doch einen Eid geschworen, das Leben zu schützen. Die Vergangenheit zeigt außerdem, dass es passieren kann, dass unschuldige Menschen hingerichtet werden. Und hat nicht jeder Mensch eine zweite Chance verdient?

Wir denken, dass es absolut ausreicht, einen Menschen 25 Jahre lang in ein Gefängnis zu stecken, anstatt ihn umzubringen. Denn sein Tod macht seine Verbrechen auch nicht ungeschehen.

Luisa Kruschwitz und Otto Philipp, Klasse 9III LH 4, Freie Schule Anne-Sophie, Künzelsau