Judentum und Christentum im Umgang mit Selbstmord

Bericht Selbstmörder wurden früher nach ihrem Tod auf dem Friedhof an einer abgelegenen Stelle begraben. Damit setzte man Selbstmörder mit Schwerverbrechern gleich.

Judentum: Im Judentum war Selbstmord lange eine Straftat. Die Selbstmörder wurden außerhalb des Friedhofes beerdigt. Bis ins 20. Jahrhundert wurden den Familien von Selbstmördern jegliche Trauerfeiern untersagt. Heute wird im Judentum der Zustand des Selbstmörders als psychische Krankheit und der Suizids als deren Folge dargestellt. Wenn der Selbstmord allerdings religiös motiviert war, wurden die Selbstmörder geehrt. Als Beispiel sind hier die Menschen auf der Masada, einer ehemaligen jüdischen Festung, zu nennen, die sich vor dem Angriff der Römer selbst töteten.

Christentum: Wenn ein Mensch Selbstmord begeht, kommt er laut Bibel nicht in den Himmel. Die Person, die Selbstmord begangen hat, kommt in die Hölle, weil sie die Rettung durch Christus ablehnt. Die Bibel setzt Selbstmord mit Mord gleich, denn Gott entscheidet, wann und wie ein Mensch sterben darf. Sich das Leben zu nehmen ist laut Bibel Gotteslästerung.

Lea Kübler und Celine Kübler, Klasse 8a, Georg-Kropp Schule